© Musée de la Tour aux Puces | STEPHANE THEVENIN

Der Flohturm

800 Jahre Geschichte

Der Flohturm wartet geduldig auf Sie. 800 Jahre thront er majestätisch. Wie schön war er damals, jung und farbenfroh! Jetzt zeugen einige Unvollkommenheiten von seiner Geschichte. Die Steine sind nicht mehr so glatt. Die Farbe ist schwächer geworden. Sie wird unruhig bei dem Gedanken an Ihre hallenden Stimmen vor ihrer Tür. Kommen Sie rein, kommen Sie rein“, murmelt sie schüchtern.

EIN TETRADEKAGON

MIT VIELEN FACETTEN

Dieser emblematische 14-seitige Turm steht auf einem 2,5 bis 3 m hohen kreisförmigen Fundament, in dem viele Autoren die Überreste einer karolingischen Kapelle sehen wollten. Der Turm soll in Wirklichkeit der Bergfried einer Burg gewesen sein, die von den Grafen von Jahrhundert von den Grafen von Luxemburg errichtet wurde und dem Umfang des heutigen Burghofs entsprach.

Er diente nacheinander als Wohnhaus und letzte Fluchtmöglichkeit im Falle eines Angriffs, als Waffenlager, Gefängnis und schließlich im Jahr 1905 als Museum.

VON DEN URSPRÜNGEN

EINE MYSTERIÖSE GESCHICHTE

Kaiser Karl der Große soll sich während seiner zahlreichen Besuche in seinem Palast in Thionville aufgehalten haben; eine Prinzessin soll hier ein unheilvolles Schicksal erlitten haben, indem sie von wilden und lebendigen kleinen Flöhen gefressen wurde, und was weiß ich noch alles.

Die Romantik dieser hartnäckigen Legenden kann jedoch nicht über eine Wahrheit hinwegtäuschen, die weit weniger imperial und morbide ist: Unser Flohturm hat seinen Namen ganz prosaisch von einem Übersetzungsfehler zwischen dem luxemburgischen Dialekt und der französischen Sprache.

Er wurde von „peetzsturm“ in „Flohturm“ umbenannt.

ARCHÄOLOGISCHES MUSEUM

VON PAYS THIONVILLOIS TOURISME

Jetzt Museum, verbirgt der Flohturm Schätze! Die Archäologie und die Geschichte des Pays Thionvillois werden keine Geheimnisse mehr für Sie haben. Prähistorische Menschen, Kelten, Merowinger erwarten Sie und nehmen Sie mit in ihren Alltag. Der Höhepunkt des Museums? Ein Panoramablick auf die wunderschönen Grabsteine (1902 und 1974 freigelegt), die von einem Glasboden bedeckt sind. Der letzte Neuzugang ist ein schöner Apollo, der vielen die Röte ins Gesicht treiben wird!

Die aktuelle Ausstellung